Kochen für Kinder
Wenn ein Sternekoch gleichzeitig Vater von zwei Kindern ist, kann nur etwas Gutes herauskommen: nämlich ein Kochbuch für Eltern, dass tolle Tipps bereit hält, wie man Kindern ein schmackhaftes und gesundes Essen kocht. Christian Henze informiert zusammen mit dem Dortmunder Institut für Kinderernährung in seinem Kochbuch "Für Kinder kochen, einfach und lecker" über die zehn Gebote der Kinderernährung und erklärt, wie sich gesundes Essverhalten fördern lässt. Die 110 überwiegend vollwertigen Rezeptideen begleiten Kinder und Eltern durch den ganzen Tag. Vom Frühstück, über Pausensnacks, Mittag- und Abendessen bis zu Naschereien und Festen ist für jede Situation das passende Gericht dabei. Sowohl Vegetarier als auch Fleischesser kommen auf ihre Kosten.
Für Kinder kochen, einfach und lecker. Christian Henze; Marion Jetter, Kosmos, Stuttgart 2005, 118 S., 14,95 Euro.

Gewürze als Krankmacher?
Zwei Gewürze haben in letzter Zeit das Interesse der Mediziner geraten: Zimt und Curry. Galt Zimt doch als sich positiv bei Diabetes auswirkend, zeigen neue Studien, dass Zimt hohe Mengen an Cumarin enthalten kann. Cumarin, der auch in Waldmeister vorkommt, kann bei einigen Menschen Leberschäden verursachen und ist krebserregend. Bei hohem Konsum von zimthaltigen Speisen wird häufig der von der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit festgelegte Richtwert von 0,1 mg pro kg Körpergewicht überschritten. Deswegen ist es ratsam, Kindern nicht allzu viele Zimtsterne zu Weihnachten zu erlauben die Grenze ist bei Kleinkinder bereits bei drei Zimtsternen erreicht! Unter www.bfr.bund.de finden Sie noch weitere Informationen.
Curry, dass Gewürz, dass Kinder bekanntlich gern in Form von Ketschup zu sich nehmen, wiederum soll einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben. Amerikanische Forscher stellten fest, dass Curry die körpereigenen Fresszellen anregt. Die so genannten Makrophagen werden stimuliert, Beta-Amyloid aus Alzheimer-Plaques abzubauen. Mit anderen Worten: Das im Curry enthaltenen Curcumin greift Ablagerungen, die Alzheimer auslösen, an. Alzheimer ist zwar im Kindesalter noch kein großes Thema, doch vorbeugen kann man ja trotzdem schon – es muss ja nicht unbedingt Curry-Ketschup sein …
Nicht der beste Weg, Curry zu sich zu nehmen …
Richtig essen gegen Schulstress
Um in der Schule fit zu sein und um nicht den Überblick beim allgemeinen Schulstress zu verlieren, ist eine ausgewogenen Ernährung wichtig. Eisen z.B. beugt Antriebslosigkeit vor und fördert die geistigen Leistungen - wie wäre also mit einem Frischkäsevollkornbrot mit frischem Schnittlauch als Schulbrot und ein paar Nüsse als Zwischendurchsnack? In Nüssen steckt ebenfalls wertvolles Zink, auch Haferflocken und Kakao sind gute Zinklieferanten und auf dem Speisenplan von Kindern gern gesehen. Zinkmangel kann Wachstumsverzögerungen und Infektanfälligkeit zur Folge haben - deswegen ab und zu ein Müsli mit Haferflocken und frischem Obst den Kleinen anbieten. Die Milch im Müsli liefert zusätzlich wertvolles Eiweiß und Calcium. Eigentlich ist es gar nicht schwer, sein Kind ausgewogen und mineralstoffreich zu ernähren. Und meist lassen sich beliebte Kinderlebensmittel gesund kombinieren. Eine Portion Nudeln zum Mittagessen, kombiniert mit etwas Fleisch und viel Gemüse - "schmuggeln" Sie einfach püriertes Gemüse in die Tomatensauce oder "verkaufen" Sie Ihren Kindern die Sauce als leckere Zaubersauce - enthält beispielsweise viel Kohlenhydrate, Mineralstoffe und Vitamine. Ein appetitlicher und gesunder Nachtisch ist ein Obstsalat mit Bananen, Äpfeln, Nüssen, gesüßt mit etwas Honig und Obstsaft. Er schmeckt süß und wirkt sich gleichzeitig positiv auf die Botenstoffbildung im Gehirn aus. Wer sich noch ausführlicher informieren möchte, dem sei das Buch
brainfood (14,90 Euro) zu empfehlen.
Eltern drücken (Ernährungs-)Schulbank
In Rheinland-Pfalz müssen Eltern wieder in die Schule gehen - zum Wohl ihrer Kinder. In der Elternschule erfahren Mütter und Väter, welche Ernährung gesund fürs Kind ist, Bewegungsmuffel runter vom Sofa bekommt und was man macht, wenn das Kind Allergiesymptome zeigt. Auch Probleme in der Sprachentwicklung und Verhaltensauffälligkeiten werden besprochen. Die Schule findet nachmittags und abends in Kindergärten und Kindertagesstätten statt. Sie beinhaltet Kurse, Diskussionsrunden und Vortragsreihen. Und: Die Elternschule ist kostenlos! Projektpartner sind die Landeszentrale für Gesundheitsförderung (LZG), die AOK Rheinland-Pfalz und der Arzneimittel-Hersteller Novartis Deutschland. Die Termine für Ihre Stadt finden Sie unter
www.lzg-rlp.de.
Münchner Bücherschau speziell für Kinder
„Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten Möglichkeiten“ (Alduos Huxley).
Vom 10.03. bis zum 18.03.2007 findet erstmals die Münchner Bücherschau Junior für Kinder von ca. drei bis zwölf Jahren statt. Zehn Tage lang können die Kids in Büchern schmökern, Hörbüchern lauschen, Kindersoftware und Lernhilfen testen. Ziel der Veranstaltung ist, Kindern den Spaß an Büchern und Medien zu vermitteln und „nebenbei“ das Lernen zu fördern. Eltern und Erziehern will die Münchner Bücherschau helfen, sich im unübersichtlichen Angebot zurecht zu finden und hochwertige Produkte zu erkennen.
Die Bücherschau wird zukünftig jedes Jahr vor Ostern stattfinden.
Pro- oder contrabiotisch?!
Probiotisch, prebiotisch, rechts- und linksdrehend – diese Begriffe schwirren tagtäglich durch die Luft, kaum ein Milchprodukt, dass nicht eine zusätzliche Funktion inne haben soll. Aber auch andere Lebensmittel sind von dem Trend nicht verschont geblieben – sogar Gemüse werden zusätzliche Vitamine beigefügt. Rund sieben Milliarden Euro im Jahr, schätzen Experten, geben die Europäer für funktionelle Lebensmittel aus. Doch sind wirklich alle Zusatzvitamine und –mineralstoffe ihr Geld wert? Ernährungswisschenschaftler und Ärzte sehen das kritisch. Laut Prof. Dr. Andreas Hahn vom Institut für Lebensmittelwissenschaft in Hannover fehlen bei vielen angepriesenen Produkten der Nachweis für ihre zusätzliche Nützlichkeit. Jedoch sei es auch durchaus von Vorteil, Fruchtsaft mit Calciumanteil zu trinken, wenn man beispielsweise Milchprodukte nicht verträgt. Ähnliches gilt für Produkte mit Jod und Folsäure. Von beiden Nährstoffe nehmen die meisten Menschen zu wenig auf.
Funktionelle Lebensmittel also pro oder contra?
Lollis mit Vitaminen und Mineralstoffen und am besten ohne Zucker, aber lecker? Das wäre wunderbar...
Bluthochdruck im Kindesalter
Eine neue Studie aus Leipzig hat gezeigt, das übergewichtige Kinder deutlich häufiger an Bluthochdruck leiden als normalgewichtige. 2.300 Schulkinder zwischen acht und 16 Jahren wurden auf ihren BMI (Body Mass Index) hin überprüft. Etwa zehn Prozent der Kinder mit Übergewicht litten bereits an erhöhtem Blutdruck.
Hypertonie, wie Bluthochdruck in der Fachsprache heißt, hat gefährliche Konsequenzen für den gesamten Organismus. Er kann später zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Organschäden führen. Um das zu verhindern, muss verstärkt auf eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung geachtet werden. Tipps zur Ernährung bekommen Sie bei vielen Instituten wie z.B. der Verbraucherzentrale, dem aid infodienst e.V. oder bei Ihrer Krankenkasse. Tipps für Bewegung, die auch Kindern Spaß macht, finden Sie in der neuen Buchreihe „Action Kids“, die es für neun Städte gibt.
Mit Bewegung macht das Leben mehr Spaß
Sehschwäche durch Durst?
Klagt Ihr Kind manchmal darüber, dass es nicht so gut sehen kann, was auf der Tafel steht? Und Sie waren schon beim Agenarzt, der aber nichts feststellen konnte? Dann kann die "Sehschwäche" eine ganz simple Ursache haben: Flüssigkeitsmangel. Wenn Kinder zu wenig trinken, kann sich das auf ihre Augen auswirken. Eine Studie des Paderborner Ernährungswissenschaftlers Professor Helmut Heseker hat ergeben, dass 30 Prozent der Schüler von Haupt- und Realschulen ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr am Unterricht teilnehmen. Nicht nur die Leistungsfähigkeit der Kinder sinkt, auch neurologische Beschwerden wie Schwindel sowie Hör- und Sehstörungen können auftreten. Daher empfehlen Mediziner, dass Grundschüler mindestens einen Liter, ältere Kinder mindestens 1,5 Liter am Tag trinken sollten. Das Gleiche gilt übrigens auch für Erwachsene! Gute Durstlöscher sind Wasser, Saftschorle, Früchte- und Kräutertees, aber auch ein Glas Milch am Tag ist gesund, den es enthält viel Calcium, was für die Knochen wichtig ist.
Und: Trinken Sie und Ihr Kind auch, wenn Sie und sie/er gar nicht durstig sind.
Kleine Helferlein
Es ist nicht immer leicht, bei Kinder das Interesse für Ernährung zu wecken. Und es ist auch für Eltern nicht immer leicht, alles richtig zu erklären. Deswegen gibt es ein paar kleine Helferlein, die Sie unterstützen. Auf www.BennyBlu.de finden Sie kleine Büchlein zu Themen wie Getreide, Milch und Gemüse - letzteres übrigens vom bekannten Koch Ralf Zacherl verfasst -, die Sie für € 1,99 dort bestellen oder im Buchhandel kaufen können. Zu erwähnen ist, das Herr Zacherl sein gesamtes Honorar der Kinderherzstiftung zukommen lässt. Ich finde, eine schöne Möglichkeit, Kindern auf spannende, anschauliche Weise ein schwieriges Thema zu erklären. Toll: In allen Büchlein gibt es Aktionstipps, z.B. Tipps zum Anbau eines kleinen Gemüsebeetes. Das bringt Ihre Kinder auch noch gleichzeitig in Bewegung!
32 Seiten, DIN A6, ab 5 Jahre
Verwirrende Fettangaben
Magerstufe, Fett i. Tr., Fett absolut - die Bezeichnungen für den Fettgehalt im Käse können ganz schön verwirrend sein. Und gerade wenn man, auf den Fettgehalt achten möchte, sollte Klarheit herrschen.
Um den wirklichen, absoluten Fettgehalt einer Käsesorte zu ermitteln, muss man rechnen:
Frischkäse: Wert Fett i. Tr. x 0,3
Weichkäse: Wert Fett i.Tr. x 0,5
Halbfester Schnittkäse: Wert i. Tr. x 0,55
Schnittkäse: Wert i. Tr. x 0,6
Hartkäse: Wert i. Tr. x 0,7
Zum Beispiel enthält ein vollfetter Butterkäse (halbfester Schnittkäse) etwa 45 % i.Tr. und damit knapp 25 Gramm Fett pro 100 Gramm Käse.