Probiotisch, prebiotisch, rechts- und linksdrehend – diese Begriffe schwirren tagtäglich durch die Luft, kaum ein Milchprodukt, dass nicht eine zusätzliche Funktion inne haben soll. Aber auch andere Lebensmittel sind von dem Trend nicht verschont geblieben – sogar Gemüse werden zusätzliche Vitamine beigefügt. Rund sieben Milliarden Euro im Jahr, schätzen Experten, geben die Europäer für funktionelle Lebensmittel aus. Doch sind wirklich alle Zusatzvitamine und –mineralstoffe ihr Geld wert? Ernährungswisschenschaftler und Ärzte sehen das kritisch. Laut Prof. Dr. Andreas Hahn vom Institut für Lebensmittelwissenschaft in Hannover fehlen bei vielen angepriesenen Produkten der Nachweis für ihre zusätzliche Nützlichkeit. Jedoch sei es auch durchaus von Vorteil, Fruchtsaft mit Calciumanteil zu trinken, wenn man beispielsweise Milchprodukte nicht verträgt. Ähnliches gilt für Produkte mit Jod und Folsäure. Von beiden Nährstoffe nehmen die meisten Menschen zu wenig auf.
Funktionelle Lebensmittel also pro oder contra?

